Twin City Gasshuku mit Sensei Bakkies Laubscher - 

Bratislava, Slowakei (16. - 18. März 2018)

Am Abend des 13. März 2018 landete Sensei Bakkies Laubscher in Wien, Schwechat. Ich freute mich meinen Sensei wieder begrüßen zu dürfen. Erinnerungen vom südafrikanischen Instructors Gasshuku im Februar wurden wieder wach. Wir fuhren sofort nach Bratislava und checkten ins Hotel ein.

Zwei Tage von Sightseeing folgten.
Am Mittwoch fuhren wir nach Heinburg und bestiegen die Burg. Wir genossen den tollen Ausblick bis nach Bratislava auf der einen Seite und bis nach Wien auf der anderen Seite.
Am Donnerstag ging es nach Brno und dann weiter nach Austerlitz (dem heutigen Slavkov). In dem Museum bot sich uns eine beeindruckende Multi-Media Darstellung der historischen Schlacht. Am Ende besichtigten wir das Denkmal und durften das Gebäude zusammen mit einem Führer betreten. Ein tolles Erlebnis!
Freitag ließen wir ruhig angehen. Am Abend war der Start des Gasshuku!

Der wirklich tolle Sportsaal des Gymnasiums Jur Hronec würde unser ‚Zuhause‘ für die nächsten 3 Tage sein. Als Co-Ausrichter und Co-Sensei von Sensei Bakkies freute ich mich rieisig an die 70 Karateka auf der Matte begrüßen zu dürfen.
Freitag Abend war dem klassischen Kihon-Training gewidmet. Nicht umsonst ist Sensei Bakkies‘ Spitzname „Boring Basic Bakkies Laubscher“. Aber, sieht man ihn bewegen, erlebt man seine Schlagkraft, erfährt man seine Geschwindigkeit und Beweglichkeit – und das mit knapp 70 Jahren – dann erkennt man sofort den Nutzen und den Sinn seines Trainings. Wir trainierten Zuki, Mae Geri und Uraken – statisch und in verschiedenen Bewegungskombination. Es gab einige leicht verwirrte Gesichter und bald auch sehr müde Gesichter. Ein toller Start!

Das Schwarzgurt-Training am Samstag war Sanseiru Kata gewidmet. Wir bemerkten wieder einmal das tiefe Wissen und das unglaubliche Verständnis für GoJu Ryu Karate, das nur ein wahrer Meister besitzt. Sensei Bakkies ist mit Abstand einer der besten Karateka weltweit. Im 2. Training (braun und schwarz) erklärte Sensei Bakkies die feinen Details von Shisochin Kata. Danach waren alle Karateka auf der Matte und wir trainierten wieder Kihon im Anschluss an das Freitag-Abend-Training. Sensei Bakkies stellte sein tiefgehendes Wissen über Biomechanik und den menschlichen Körper als eine Kampfmaschine unter Beweis. Ein kurzer Ausflug in Gekisai Dai Ichi Kata rundete den Tag ab.

Am Sonntag begannen die schwarzen Gurte mit Tensho Kata gefolgt von weiterführendem Shisochin-Training für die Braun- und Schwarzgurt-Gruppe. Schließlich waren wieder alle Karateka auf der Matte und die Kihon-Trainings wurden übergeleitet in Ippon Kumite und Yakusoku Kumite. Trotz des harten Trainings war der Enthusiasmus der Teilnehmer unglaublich hoch.

Am Ende des Gasshuku stellten sich zwei Kandidaten den Schwarzgurt-Prüfungen. Aus Wien trat Vinzenz Bammer für Sandan an, aus Bratislava Katarina Buzgova für Shodan. Nach weiteren vernichtenden zwei Stunden hieß as: Bestanden! Wir gratulieren den zwei erfolgreichen Karateka und wünschen ihnen weiterhin viel Erfolg auf ihrem Wege des Karate!

Ein super tolles Event musste auch mal zu Ende gehen. Fantastische Erinnerungen bleiben.
Und so verabschiedete ich mich am Montag Nachmittag am Flughafen Wien von meinem Sensei: „Matane, Sensei!“

Text: Raoul Vogel
Fotos: Raoul Vogel, Georg Fiedler (sw)

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